von Marion Schegula (2007)
Hugo VII. von Montfort (1357 – 1423) stammte aus einem bekannten Bregenzer Hochadelsgeschlecht. Durch seine Heirat 1373 mit der steirischen Adeligen Margarethe von Pfannberg (gest. 1388/89), diese war die Stieftochter seines Vaters, begründete er den steirischen Zweig der Montforter und wurde Erbe der Burg Pfannberg im steirischen Murtal.

Dadurch erweiterte er das Herrschaftsgebiet des Hauses Montfort gewaltig. Er war somit Graf von Montfort-Bregenz und Pfannberg. Hugo von Montfort war ein angesehener Politiker und bekleidete hohe Verwaltungsämter: So nahm er in weiten Teilen aller deutschsprachigen und auch einiger angrenzender Länder für die Habsburger an Feldzügen teil, war Oberbefehlshaber der herzoglich-österreichischen Truppen in Italien, war Landvogt im Thurgau, Aargau und Schwarzwald. bekleidete die Stellung des Hofmeisters unter Herzog Leopold IV.
Weiters sicherte er während dieser Zeit seinen ansehnlichen Besitz. Im Jahr 1399 erwarb er die Festenburg in der Oststeiermark.
Zum Wahlsteirer wurde Hugo von Montfort erst, nachdem seine zweite Frau Cementia von Toggenburg gestorben war und er 1401 Anna von Neuhaus aus dem steirischen Adelsgeschlecht der Stadecker geheiratet hatte.
Sein Einsatz für das Haus Habsburg und für die steirischen Landesinteressen wurde 1413 mit der ehrenvollen Betrauung Hugo von Montforts mit dem Amt des Landeshauptmannes belohnt, das er bis 1415 erfolgreich ausübte.
Vermutlich um 1414 – also auf dem Höhepunkt seiner Macht – ließ Graf Hugo von Montfort jene Prachthandschrift seiner poetischen Werke anfertigen, die heute unter der Signatur cpg 329 in Heidelberg liegt und nur aus privaten Mitteln finanziert wurde.
40 Dichtungen überliefert diese zT bebilderte und mit Notenaufzeichnungen versehene Handschrift, wobei nur die ersten 38 tatsächlich von Hugo von Montfort stammen dürften. Die beiden letzten Dichtungen wurden erst nach seinem Tod eingetragen und weisen auf eine fremde Autorenschaft hin.

Anhand seiner Texte in Form von Liedern, poetischen Minnebriefen und didaktischen Reden zeigt sich, dass Hugo von Montfort ein tief gläubiger, geradliniger Mensch war, der sich von hohen moralischen Idealen beseelt zeigte und neben aller Lebensfreude auch bedrückende Erfahrungen mit Leid und Tod reflektiert.
Hugo von Montfort starb am 4. April 1423 und ist im Minoritenkloster in Bruck an der Mur begraben. Auf seiner Grabtafel steht zu lesen:
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ich hán es ie darnach gemachen, als mir do was ze mút, won: >wes das hertz begerend ist, der mund túts dikch sgen<. |
Stets habe ich so gehandelt, wie mir im Inneren zumute war, den >Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über<. |
Hugo von Montfort gilt als einer der letzten Vertreter des deutschen Minnesangs.
Quellen:
Wernfried Hofmeister, Hugo von Montfort: Das poetische Werk, Berlin/New York: de Gruyter 2005
www-gewi.uni-graz.at/montfort-edition
www.de.wikipedia.org

