Zeittafel - Graz
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1115 |
Graz wurde erstmals als Siedlung erwähnt. |
Beginn 12. Jhdt.
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Der Hochfreie Bernhard von Stübung war einer der ersten Bewohner des Grazer Schlossberges, wahrscheinlich sogar der erste Bewohner. |
| 1180 | Graz wurde der Mittelpunkt des selbstänidgen Herzogtums der Traungauer. |
| 13. Jhdt. |
Der Uhrturm auf dem Schlossberg wurde im 13. Jhdt. als Wehrbau errichtet. Sein heutiges Aussehen erhielt er erst nach der Mitte des 16. Jhdts. Im Uhrturm befindet sich eine der ältesten Glocken des Landes: die Stundenglocke. Diese wurde 1382 von Johannes von Voitsberg gegossen. |
| 1347 |
Die Herrengasse wird erstmals urkundlich erwähnt. Damals hieß sie noch Bürgerstraße. Erst ab 1476 wurde sie Herrengasse genannt. |
| Mitte 14. Jhdt. |
Der Reiner Stiftshof ist das urkundlich am frühesten erwähnte Bauwerk der Stadt. Er wurde um die Mitte des 14. Jhdts. auf dem Grund von drei aus dem 12. Jhdt. stammenden Hofstätten errichtet. Markgraf Ottokar III. hatte diese Hofstätten den Zisterziensern von Rein geschenkt, die an dieser Stelle eine erste Handelsniederlassung erbauten und erfolgreich betrieben. An erster Stelle stand - neben der geistlichen Tätigkeit - die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Güter und der Verkauf der davon gewonnen Produkte (Wein, Salz, Filzpantoffeln). Im Stiftshof gab es eigene Böttchereien, Schmieden, Tischlereien und Schnitzwerkstätten. |
| Mitte 14. Jhdt. |
Die Sporgasse wurde Mitte des 14. Jhdts. erstmals genannt. Sie gilt als ältester Verkehrsweg durch die Stadt und war das Zentrum der Grazer Rüstungsindustrie. Sie beherbergte die Sporenmacher (nach denen sie auch benannt wurde), die Waffenschmiede (diese stellten Schutzschilde, Harnische und Panzerkleider her) und sie Bogenmacher. |
| 1361 |
Die erste Brücke wird über die Mur gebaut. Zuvor konnte man nur über eine Furt auf die andere Flussseite wechseln. |
| 1379 |
Im Vertrag von Neuberg wurden die habsburgischen Länder zwischen Albrecht III. und Leopold III. aufgeteilt, womit ein selbstständiges innerösterreichisches Territorium entstand, welches neben der Steiermark, auch Kärnten, Krain und Istrien umfasste. Später kamen auch Triest und Görz hinzu. Graz wird Haupt- und Residenzstadt der Leopoldinischen Linie. |
| 1386 | Leopold III. fällt in der Schlacht bei Sempach. |
| Ende 14. Jhdt. | Das Glaserhandwerk lässt sich in Graz nachweisen. |
Quellen:
Gabriele Praschl-Bichler, Geheimnisse des Mittelalters und der Renaissance - Der Grazer Vergangenheit auf den Spuren, Leopold Stocker Verlag 2005
