Die Entwicklung der Schreibwerkzeuge
von Hannes Dampfhofer (2007)
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Die Wahl zu verwendenden Schreibgeräts ist vor allem vom Beschreibstoff abhängig. Im frühen Mittelalter wurde auf Pergament, seit dem 13. Jahrhundert auf Papier geschrieben. Bis zur Erfindung des Buchdrucks wurde hauptsächlich mit Tinte geschrieben. Ein zweites Kriterium bei der Wahl des Schreibgeräts war der beabsichtigte ästhetische Wert des Werks. |
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Im Mittelalter wurden hauptsächlich Federkiele benutzt, die man in Tinte tauchte. Die dafür benutzten Federn stammten meist von Gänsen (lat. penna/pinna, calamus). Diese Federn wurden an der Spitze gespalten und zugeschnitten. Dies wurde mit einem dafür vorgesehenen Federmesser (lat. scalprum) gemacht. Da sie bei der Benutzung aber recht schnell abgenützt wurden, musste der Zuschnitt sehr oft wiederholt werden, was man auch in Handschriften gut erkennen kann. Für den Zuschnitt wurde ein Federmesser benutzt, das auch auf verschiedenen Darstellungen zu sehen ist. Es wurde aber auch als Radiermesser (lat. novaculum, rasorium) zum Auskratzen von Fehlern verwendet. Daneben sind seit der Spätantike vereinzelt auch Metallfedern nachgewiesen. Um ungebrannte Ton- bzw. Wachstafeln zu beschreiben wurde ein spitzer Stift (Griffel, lat. stilus) benutzt, welchen man auch zum glätten der Wachstafeln benutzen konnte, da er eine flache Seite hatte. Es wurde seit der Antike auch Blei verwendet, den Bleistift gibt es aber erst seit dem 15., die Graphitmine erst seit dem 16. Jahrhundert. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts verdrängte der Füllfederhalter alle anderen Schreibgeräte, wurde aber um 1942 durch den Kugelschreiber als Hauptschreibwerkzeug abgelöst. Quellenverzeichnis: |


